Am 22.04.2022 hatten wir nach langer Zeit wieder die Möglichkeit praktisch im Rahmen einer Einsatzübung in der Strohmeyerallee zu üben. Nach der Alarmierung "FEU 00 (Feuer z.B. an oder in einem Gebäude) - Rauchwarnmelder piept" stellte sich nach dem Eintreffen des ersten Fahrzeugs ein größerer Einsatz vor Ort dar: Rauchwarnmelder piepen, starke Rauchentwicklung in einem Reihenendhaus, mehrere Personen im Gebäude. +

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Das Einsatzstichwort wurde direkt nach den ersten Befehlen für die Trupps des ersten eintreffenden Fahrzeugs auf "FEU 00 Y" (Feuer mit Menschenleben in Gefahr) erhöht und entsprechend weitere Einsatzkräfte angefordert. Es mussten mehrere Personen im Haus in unterschiedlichen Etagen bei stark eingeschränkter Sicht durch den Rauch von Einsatzkräften unter schwerem Atemschutz gefunden und gerettet werden.

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Rückseitig musste zusätzlich eine Person über eine Leiter gerettet werden. Nachdem alle Personen gerettet wurden und die Suche nach der Brandursache und die Brandbekämpfung in den Fokus rückten, kam es zusätzlich zu einem simulierten Atemschutznotfall. Dies bedeutet, dass eine Person unter schweren Atemschutz im Gefahrenbereich einen Notfall erlitt und ebenfalls gerettet werden musste.

Der Einsatz lief trotz der vielen, anspruchsvollen Aufgaben sehr schnell und die Aufgaben wurden sehr gut gemeistert. Auch wenn wir hoffen, dass dieses Einsatzszenario niemandem in echt passiert, konnten wir sehen, dass wir für den Ernstfall gut ausgebildet und einsatzbereit sind.

Trotz Freitag den 13. fand eine sehr gut gelungene Übung statt ……

…. das HLF, das LF KatS und das MZF der Feuerwehr Schilksee trafen mit der Feuerwehr Strande und Ihrem LF an der Unfallstelle ein. Die Johanniter und das DRK halfen uns mit tatkräftiger Unterstützung. Es fand sich ein Einsatzszenario vor, welches, wenn es real gewesen wäre, sehr erschreckend und grausam gewesen wäre. Jedoch bringen solche Übungen den Feuerwehrleuten Routine, welche sich im echten Einsatzfall positiv auswirkt, um professionell helfen zu können.

An der Einsatzstelle befanden sich zwei verunfallte PKW, der rote Peugeot lag auf der Fahrerseite mit zwei Verletzten Insassen. Ein Insasse konnte sofort entdeckt und betreut werden, hier war die Rettung zügig möglich, da dieser in der Beifahrertür eingeklemmt war.

Der andere Insasse lag auf der Fahrerseite, weswegen man Ihn nicht sofort aus dem KFZ befreien konnte und es die Rettung schwierig machte, denn zuerst musste der obere Beifaher befreit werden, um den Fahrer, mit Schere und Spreitzer befreien zu können, welche auf dem HLF verlastet sind. Auch wurde die Heckscheibe entfernt, sodass ein Retter zu ihm gelangen konnte, um ihn zu betreuen.

Nachdem der Beifahrer befreit wurde und der Rettungsdienst sich um Ihn kümmerte, begannen wir unverzüglich mit der Rettung des unten im Auto eingeklemmten Fahrers.

Zuerst wurde das Dach des Peugeots abgetrennt, sodass die gut ausgebildeten Rettungskräfte zu dem eingeklemmten Fahrer gelangen konnten. Ein hydraulischer Rettungszylinder kam ebenso zum Einsatz, dieser vereinfachte es, das KFZ zu öffnen.

Da bei uns Rettungskräften nicht immer alles nach Plan läuft, ordnete der Notarzt, eine sogenannte Crash Rettung ein. Dieses entscheidet der zuständige Notarzt aufgrund der Vital-Paramenter des Patienten, wenn zur schonenden Rettung keine Zeit mehr bleibt, dann muss alles sehr schnell gehen, um das Leben des Patienten nicht zu riskieren.

Auch die Feuerwehr Strande hatte einen anspruchsvollen Abschnitt an der Einsatzstelle, in dem Volvo befand sich ebenfalls eine eingeklemmte Fahrerin, welche mit technischem Gerät befreit werden musste, welches Ihnen auch hervorragend gelang.

Die Tür war durch den Unfall nicht mehr zu öffnen, deswegen musste die Tür aufgebrochen werden. Vorerst gelang es dem Rettungsdienst über die Beifahrertür Kontakt zu der Patientin aufzunehmen, da auf der Fahrerseite die Tür von der Feuerwehr Strande geöffnet werden musste.

Diese Übung hat wieder einmal aufgezeigt, wie wichtig gut ausgebildete Rettungskräfte sind und wie viel Gutes man als freiwilliger bei einer Feuerwehr tun kann.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Organisatoren und Helfern und wünsche für die nächsten echten Einsätze, dass alle gesund wieder zum Gerätehaus zurückfinden.




NASIM-Kurs - Notärzte werden praktisch ausgebildet

Am 12.03.2022 war es endlich wieder soweit, wir durften wieder praktisch Wissen vermitteln. Wir begleiteten die Fortbildung angehender Notärzte, in Zusammenarbeit mit dem IRUN-UKSH und stellten dabei eine Feuerwehr-Gruppe zur Abarbeitung eines Verkehrsunfalls mit mehreren eingeklemmten Presonen. Besonderes Augenmerk liegt hier bei der Zusammenarbeit von Rettungsdienst und Feuerwehr.
Dieses Kursformat begleiten wir seit 2017 und bleiben somit immer auf dem aktuellen Stand der Notfallrettung bei einem Verkehrsunfall.

Das folgende Video zeigt den Aufwand bei einer Rettung einer Person aus einem Fahrzeug
https://www.dropbox.com/s/fskorynlad1cszu/20220312_101237.mp4?dl=0

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Foto: Bei der Befreiung von eingeklemmten Personen aus Fahrzeugen arbeiten alle Rettungskräfte Hand in Hand

Auf der Webseite des Stadtfeuerwehrverbands Kiel finden Sie dazu weitere Informationen und noch mehr Fotos.

Praktische Ausbildung an der Motorsäge und für Verkehrsunfälle
Am 11. März 2022 gab es bei unserem Übungsdienst zwei Themenschwerpunkte:

1. Technische Geräte beim Verkehrsunfall in der praktischen Anwendung

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Foto: Bei Verkehrsunfällen geht die Eigensicherung immer vor. Splitternde Glasscheiben stellen auch für die Einsatzkräfte eine Gefahr dar


Foto: Beim Einsatz des schweren Geräts (hier ein Spreizer) gilt es, vorsichtig vorzugehen

 

2. Sicherer Einsatz von Motorkettensägen im Einsatz



Foto: Gerade die letzten schweren Stürme haben die Feuerwehren stark gefordert. Hier wird geübt, einen schief stehenden Baum sicher zu fällen.

Im Oktober konnten Kameraden der FF Schilksee an zwei Terminen im Brandcontainer in Preetz teilnehmen. Zusammen mit der FF Suchsdorf wurde das Modul 1 („Wärmegewöhnung“) besucht und mit der FF Strande das Modul 2 („Rauchgasdurchzündung“ /„Flashover“). Alle Teilnehmer wurden nach einem kurzen Unterrichtsblock mit PA-Geräten ausgestattet und in den Übungsaufbau / -ablauf eingewiesen.

Im Modul 1 wurde – ähnlich wie beim Modul 2 – ein Feststoffbrand aus Faserverbundplatten und Euro-Paletten entzündet. Während die Kameradinnen und Kameraden im Inneren des Containers knieten, wurden die verschiedenen entstehenden Rauchschichten sichtbar, die immer weiter nach unten drücken. Durch die jeweiligen Trupps sollte nun die richtige Brandbekämpfung geübt werden: 3-Sprühstöße / liegende Acht / richtige Einstellung des Strahlrohres usw., während die anderen Kameradinnen/-en zunehmend die entstehende Wärme spürten, diese aushalten mussten und „gegrillt“ wurden. Hierbei wurden zeitweilig Temperaturen gemessen, die über 500°C betrugen. Selbstverständlich konnte jederzeit der Container verlassen werden, falls die persönliche Belastungsgrenze erreicht wurde.

Im Modul 2 wurde ebenfalls ein Feststoffbrand entzündet, ähnlich dem Modul 2. Nun wurde das Feuer jedoch nicht direkt gelöscht, sondern die Ausbilder „produzierten“ immer wieder durch geschicktes Öffnen und Schließen von Klappen und Türen ein zündfähiges Rauchgas-Gemisch. Die Teilnehmer sollten das entflammende Feuer und die entstehenden gefährlichen Gase beobachtet und schließlich - rechtzeitig vorm Durchzünden („Flashover“) – durch kurze, gezielte Sprühstöße abkühlen. Während zahlreicher Durchgänge konnte jeder mehrfach am Strahlrohr aktiv werden, zahlreiche Erfahrungen sammeln und so manches Mal in der Feuerwalze eingeschlossen sein. Alles in allem ein interessantes Erlebnis, das hoffentlich im Ernstfall so nie eintritt.

Zwei Anmerkungen zum Schluss:
1. Normalerweise werden die Termine langfristig in Preetz geplant. Dennoch gibt es immer wieder Zusatztermine bei / mit anderen Wehren, die freie Kontingente zur Verfügung stellen. Nehmt diese Gelegenheit wahr - es lohnt sich!!!
2. Tragt lange Baumwollunterwäsche unter eurer Einsatzkleidung, damit die Hitze nicht schmerzhaft auf die Haut durchschlägt

 

 

Bild Patrick Mathias

20211018 Preetz 2

Bild FF Suchsdorf

Jan Göbel, Jochen Sturm, Stephan Woelke (Bild Patrick Mathias)

Text: Jochen Sturm