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Am 07.09.2018 haben wir gemeinsam mit der Reservedrehleiter der Berufsfeuerwehr eine Übung absolviert. Da das ursprünglich geplante Objekt ausgefallen ist, ging es in die Tischlerei Sienknecht. In dem Übungsszenario galt es mehrere Personen aus dem stark verrauchten Gebäude zu retten, dies geschah durch Atemschutztrupps im Innenangriff und durch die Drehleiter von Außen. Im Anschluss an die Übung wurden die Grundsätze des Drehleitereinsatzes durch die Besatzung vermittelt. Vielen Dank an alle Beteiligten.

Text: Jan Göbel   Bilder: Manuel Fechtner/Jan Göbel

Realitätsnahe Einsatzsituationen für 16 Notärztinnen und Notärzte

Am Samstag, den 25. August 2018, nahmen 16 Ärztinnen und Ärzte an einem sog. NASIM 25 Kurs des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein teil. Es handelt sich hierbei um ein Simulationstraining von 25 Notfalleinsätzen zur Erlangung der Zusatzqualifikation „Notfallmedizin“.


Einer dieser Notfalleinsätze ist der schwere Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen in Fahrzeugen. Dabei wird das gemeinsame Vorgehen von Rettungsdienst und Feuerwehr mit realistischen Einsatzlagen und Verletztendarstellern geübt. Zwei Fahrzeuge mit insgesamt vier verletzten und eingeklemmten Personen mussten durch die angehenden Notärzte gesichtet und kategorisiert sowie priorisiert werden. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, welche Person beispielsweise zuerst aus dem Fahrzeug gerettet wird. Daneben sind der Einsatz der Rettungswagen und der Transport der Patienten in die Krankenhäuser zu koordinieren.

Foto: Übersichtsbild von der inszenierten Unfallsituation mit zwei verunfallten Fahrzeugen


Die technische Rettung wird durch die Feuerwehr übernommen, Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten an der Einsatzstelle Hand in Hand und müssen sich aufeinander abstimmen. Gerade die Kommunikation unter den Einsatzkräften vor Ort am Unfallort und die Koordination der parallelen Tätigkeiten zur Rettung von Personen stellt eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar. In Stresssituationen müssen zügige und richtige Entscheidungen getroffen und transportiert werden.


Die Freiwilligen Feuerwehren in Kiel unterstützen bereits zum vierten Mal den Lehrgang für die Notärzte und bieten eine praxisnahe Ausbildung. Durch den Einsatz von Verletzten-Darstellern und der Tätigkeit der Feuerwehr an den Fahrzeugen wird für die Notärztinnen und Notärzte in der Ausbildung eine realistische Übungslage erzeugt.
Bei Verkehrsunfällen ist oftmals eine schnelle Rettung aus einem deformierten Fahrzeug notwendig – gerade bei Fahrzeugen der jüngeren Generation haben Rettungskräfte hier alle Hände voll zu tun. An diesem Tag war es möglich, verschiedenste Ansätze für die schnelle Befreiung von Personen aus einem Fahrzeug zu simulieren und eine Entscheidung für den besten Weg zu treffen.


Mit dabei waren Einsatzkräfte aus den Freiwilligen Feuerwehren Kiel-Russee und  Kiel-Dietrichsdorf. Drei Ausbilder aus der Feuerwehr Kiel-Schilksee leiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an und gaben Tipps für eine zügige Befreiung von Patienten aus deformierten Fahrzeugen.
Nach der Befreiung der Personen wurden die rettungsdienstlichen und feuerwehrtechnischen Ansätze in Nachbesprechungen analysiert und bewertet.

Erster Kieler Hilfeleistungstag - Feuerwehrleute aus 13 Feuerwehren übten bei realistischen Einsatzszenarien


Am Samstag, den 09. Juni 2018, hatten 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Feuerwehren und weiterer Organisationen die Möglichkeit, unterschiedlichste Unfallszenarien an einem intensiven Übungstag zu durchlaufen. Auf einem abgesperrten Areal in Kiel-Schilksee waren 11 Unfallstationen aufgebaut, bei denen neue Techniken erlernt werden und der gemeinsame Austausch zwischen Feuerwehr und Rettungsdiensten intensiviert werden konnte. Ein Ausbilder-Team aus verschiedenen Feuerwehren vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die neusten Ansätze in der technischen Unfallrettung bei Verkehrsunfällen im Straßenverkehr. Es wurden verschiedene Unfälle mit stark deformierten Fahrzeugen dargestellt, an denen realistisch geübt werden konnte.


Foto: Für den Rettungsdienst soll ein erster Zugang zum verunfallten Patienten geschaffen werden


Durch eine gelebte Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin am UKSH in Kiel waren bei dem Übungstag auch Notärzte in der Ausbildung dabei, die neben den Rettungssanitätern Erfahrungen bei der technischen Rettung sammeln konnten und wichtige Informationen aus der ärztlichen Sicht einbringen konnten.
Moderne Sicherheitstechnologien, welche die Insassen von Fahrzeugen schützen, stellen die Einsatzkräfte der Rettungsdienste vor neue Herausforderungen. Die Fahrerinnen und Fahrer werden optimal geschützt durch neue Innovationen der Fahrzeughersteller. Die Rettungskräfte sind hier gefordert, das erforderliche Spezialwissen regelmäßig aufzufrischen.


Foto: Der eingeklemmte Beifahrer soll durch die Tür aus dem Auto befreit werden. Dazu wird mit dem Spreizer die Tür entfernt.


Bei Verkehrsunfällen ist oftmals eine schnelle Rettung aus einem deformierten Fahrzeug notwendig – gerade bei Fahrzeugen der jüngeren Generation haben Rettungskräfte hier alle Hände voll zu tun. An diesem Tag war es möglich, verschiedenste Ansätze für die schnelle Befreiung von Personen aus einem Fahrzeug zu testen.
Mit dabei waren Einsatzkräfte aus den 10 Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, von der Bundeswehr Feuerwehr Kiel sowie der Freiwilligen Feuerwehren Strande und Gettorf aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Notärzte, Notfallsanitäter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Notfallmedizin des UKSH Kiel. Von der DEKRA waren Unfallforscher dabei aus dem Projekt „Einfluss moderner Rettungsmethoden auf die Unfallermittlung“. Diese haben die Unfallfahrzeuge auf ihre Verformungen hin vermessen und analysierten, wie sich durch die Tätigkeiten der Feuerwehr die Werte verändern.


Foto: Mit dem Sicherungssystem "STABFAST" kann ein verunfalltes Fahrzeug gut stabilisiert werden.

Manuel Fechtner, Organisator des Übungstages, bedankte sich bei allen Sponsoren für diese Veranstaltung und allen tatkräftigten Helfern. Er organisiert bereits seit mehreren Jahren Fortbildungen dieser Art. Dabei kommt ihm sein Beruf als DEKRA Prüfingenieur zu Gute.
Neben den Stationen zur Unfallrettung von eingeklemmten Personen aus Fahrzeugen wurden Inhalte zu alternativen Fahrzeugantrieben und Sicherheitstechnologien in Fahrzeugen vermittelt.


Foto: Hier wird die Frontscheibe des PKW mit einer Glas-Spezialsäge zerschnitten, um an den Patienten heran zu kommen.

Hans Bernhard Hassenstein, Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Bereitschaft, an diesem intensiven Trainingstag teilzunehmen und wünschte sich eine Fortsetzung. Die Teilnehmer berichteten, dass es sehr selten ist, so viele unterschiedliche technische Übungen an verunfallten Fahrzeugen zu trainieren. Hier konnte man auch mal etwas ausprobieren, was in einem Real-Einsatz nicht möglich ist.

Das Ausbilder-Team hatte den Einsatzkräften viele knifflige Aufgaben gestellt, die aber alle sehr gut gemeistert worden sind. Einklemmte Personen wurden schnell aus den Unfallfahrzeugen befreit. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass diese Art der Ausbildung wiederholt werden muss. Die Planungen für den 2. Kieler Hilfeleistungstag sind schon gestartet.

 
Foto: Gruppenfoto von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Am 17.08.2018 haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz eine Übung in der technischen Hilfeleistung abgearbeitet. In dem Übungsszenario waren 3 Personen und ein Hund in dem Fahrzeug, welches mit einem Baum kollidiert war. Eine Person und der Hund konnten sofort gerettet werden, für die beiden verbleibenden Personen wurde hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt.

Bilder: Manuel Fechtner   Text: Jan Göbel

Am 09.03.2018 haben wir an drei Stationen verschiedene Aspekte der technischen Hilfeleistung ausgebildet.

An der ersten Station wurde mit Unterstützung des Notarztes Dr. Felix von Criegern die patientenorientierte Rettung aus einem verunglückten Fahrzeug geübt.

An der zweiten Station wurden die Sicherheitseinrichtungen und mögliche taktische Vorgehensweisen im Unglücksfall am Beispiel eines Sattelzuges der Firma Nord-Spedition erklärt.

Die dritte Station hat sich mit den Möglichkeiten der Absicherung und Ausleuchtung von Einsatzstellen beschäftigt.

Vielen Dank an den Notarzt Dr. Felix von Criegern für die tatkräftige Unterstützung bei der Übung und bei der Firma Nord-Spedition für die Bereitstellung des Sattelzuges.

Text: Jan Göbel   Bilder: Thorsten Roggensack