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Erster Kieler Hilfeleistungstag - Feuerwehrleute aus 13 Feuerwehren übten bei realistischen Einsatzszenarien


Am Samstag, den 09. Juni 2018, hatten 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Feuerwehren und weiterer Organisationen die Möglichkeit, unterschiedlichste Unfallszenarien an einem intensiven Übungstag zu durchlaufen. Auf einem abgesperrten Areal in Kiel-Schilksee waren 11 Unfallstationen aufgebaut, bei denen neue Techniken erlernt werden und der gemeinsame Austausch zwischen Feuerwehr und Rettungsdiensten intensiviert werden konnte. Ein Ausbilder-Team aus verschiedenen Feuerwehren vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die neusten Ansätze in der technischen Unfallrettung bei Verkehrsunfällen im Straßenverkehr. Es wurden verschiedene Unfälle mit stark deformierten Fahrzeugen dargestellt, an denen realistisch geübt werden konnte.


Foto: Für den Rettungsdienst soll ein erster Zugang zum verunfallten Patienten geschaffen werden


Durch eine gelebte Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin am UKSH in Kiel waren bei dem Übungstag auch Notärzte in der Ausbildung dabei, die neben den Rettungssanitätern Erfahrungen bei der technischen Rettung sammeln konnten und wichtige Informationen aus der ärztlichen Sicht einbringen konnten.
Moderne Sicherheitstechnologien, welche die Insassen von Fahrzeugen schützen, stellen die Einsatzkräfte der Rettungsdienste vor neue Herausforderungen. Die Fahrerinnen und Fahrer werden optimal geschützt durch neue Innovationen der Fahrzeughersteller. Die Rettungskräfte sind hier gefordert, das erforderliche Spezialwissen regelmäßig aufzufrischen.


Foto: Der eingeklemmte Beifahrer soll durch die Tür aus dem Auto befreit werden. Dazu wird mit dem Spreizer die Tür entfernt.


Bei Verkehrsunfällen ist oftmals eine schnelle Rettung aus einem deformierten Fahrzeug notwendig – gerade bei Fahrzeugen der jüngeren Generation haben Rettungskräfte hier alle Hände voll zu tun. An diesem Tag war es möglich, verschiedenste Ansätze für die schnelle Befreiung von Personen aus einem Fahrzeug zu testen.
Mit dabei waren Einsatzkräfte aus den 10 Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, von der Bundeswehr Feuerwehr Kiel sowie der Freiwilligen Feuerwehren Strande und Gettorf aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Notärzte, Notfallsanitäter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Notfallmedizin des UKSH Kiel. Von der DEKRA waren Unfallforscher dabei aus dem Projekt „Einfluss moderner Rettungsmethoden auf die Unfallermittlung“. Diese haben die Unfallfahrzeuge auf ihre Verformungen hin vermessen und analysierten, wie sich durch die Tätigkeiten der Feuerwehr die Werte verändern.


Foto: Mit dem Sicherungssystem "STABFAST" kann ein verunfalltes Fahrzeug gut stabilisiert werden.

Manuel Fechtner, Organisator des Übungstages, bedankte sich bei allen Sponsoren für diese Veranstaltung und allen tatkräftigten Helfern. Er organisiert bereits seit mehreren Jahren Fortbildungen dieser Art. Dabei kommt ihm sein Beruf als DEKRA Prüfingenieur zu Gute.
Neben den Stationen zur Unfallrettung von eingeklemmten Personen aus Fahrzeugen wurden Inhalte zu alternativen Fahrzeugantrieben und Sicherheitstechnologien in Fahrzeugen vermittelt.


Foto: Hier wird die Frontscheibe des PKW mit einer Glas-Spezialsäge zerschnitten, um an den Patienten heran zu kommen.

Hans Bernhard Hassenstein, Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Bereitschaft, an diesem intensiven Trainingstag teilzunehmen und wünschte sich eine Fortsetzung. Die Teilnehmer berichteten, dass es sehr selten ist, so viele unterschiedliche technische Übungen an verunfallten Fahrzeugen zu trainieren. Hier konnte man auch mal etwas ausprobieren, was in einem Real-Einsatz nicht möglich ist.

Das Ausbilder-Team hatte den Einsatzkräften viele knifflige Aufgaben gestellt, die aber alle sehr gut gemeistert worden sind. Einklemmte Personen wurden schnell aus den Unfallfahrzeugen befreit. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass diese Art der Ausbildung wiederholt werden muss. Die Planungen für den 2. Kieler Hilfeleistungstag sind schon gestartet.

 
Foto: Gruppenfoto von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Am 09.03.2018 haben wir an drei Stationen verschiedene Aspekte der technischen Hilfeleistung ausgebildet.

An der ersten Station wurde mit Unterstützung des Notarztes Dr. Felix von Criegern die patientenorientierte Rettung aus einem verunglückten Fahrzeug geübt.

An der zweiten Station wurden die Sicherheitseinrichtungen und mögliche taktische Vorgehensweisen im Unglücksfall am Beispiel eines Sattelzuges der Firma Nord-Spedition erklärt.

Die dritte Station hat sich mit den Möglichkeiten der Absicherung und Ausleuchtung von Einsatzstellen beschäftigt.

Vielen Dank an den Notarzt Dr. Felix von Criegern für die tatkräftige Unterstützung bei der Übung und bei der Firma Nord-Spedition für die Bereitstellung des Sattelzuges.

Text: Jan Göbel   Bilder: Thorsten Roggensack

Etwas größer als sonst fiel die Übung am 22. September aus. Etwa 50 Feuerwehrleute mit 9 Fahrzeugen aus Strande, Russee und Schilksee übten auf dem außerhalb von Schilksee gelegenen Hof Heisch.

Die Feuerwehr Russee kümmerte sich um den Aufbau einer Wasserversorgung aus dem nächsten, etwa 850m entfernten Hydranten, während die Strander und Schilkseer Feuerwehrleute die "Menschenrettung und Brandbekämpfung" in einer Maschinenhalle durchführten.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren, der Aufbau der Wasserversorgung und die Nutzung des Digitalfunks waren Schwerpunkte der Übung, die von den Wehrführern sowie Stadtwehrführer Bernhard Hassenstein beobachtet wurde. Der stellv. Stadtwehrführer Jens Oelkers unterstützte die Übung in der Leitstelle.

Insgesamt verlief die Übung erfolgreich, wobei auch einige Mängel erkannt und angesprochen wurden. Die Nachbesprechung mit Grillwurst fand dann im Feuerwehrhaus statt.

 

 

Text: Kai Kröger   Bilder: Thorsten Roggensack

Der Dienst am 3.11.2017 widmete sich dem Thema Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Um alle Teilnehmer auf den gleichen Wissensstand zu bringen wurden die Aspekte der TH Rettung theoretisch erarbeitet. Im Anschluss konnten die erlangten Kenntnisse an zwei präparierten Unfallfahrzeugen in der Praxis umgesetzt werden. 

Danke an alle, die diese Ausbildung ermöglicht haben.

 

Text/Bilder: Manuel Fechtner

Am 01.09.2017 haben wir auf dem Gelände des Flughafen Kiel die Handhabung verschiedener Löschgeräte, wie Pulverlöscher, Schaumrohr, Hydroschild und B-Strahlrohr geübt.

Vielen Dank an alle Beteiligten.

Bilder: Thorsten Roggensack   Text: Jan Göbel