Blue Flower

Am 30.06.2018 fand zum ersten Mal unser Familienfest statt. Mit diesem Fest wollten wir unserer Familie DANKE sagen. Danke dafür, dass Ihr Verständnis für unser Hobby habt. Denn wenn die Sirene heult und der Melder piept, sind wir schnell weg. Manchmal auch zu unpassende Zeiten oder Situationen. Aber auch Lehrgänge, Übungsdienste und Sonderdienste (Atemschutz, Technische Hilfeleistung) nehmen Zeit in Anspruch. Zeit die wir nicht bei der Familie verbringen können. Da nun viele Kameradinnen und Kameraden selbst Familie haben, wollten wir ein Fest für die ganze Familie machen. Die Idee stand und schnell fand sich auch ein Organisationsteam aus 3 Kameraden. Michel Sturm, Thorsten Roggensack und Stephan Woelke übernahmen die Planung.

Das Highlight des Festes war die Hüpfburg für die Kinder. Der Tag startete um 9 Uhr am Feuerwehrhaus in Schilksee. Denn der Aufbau forderte ein paar helfende Hände. So bekamen Thorsten, Michel und Stephan Unterstützung von ein paar Kameradinnen und Kameraden. Um 14 Uhr war alles fertig. Es fehlten nur noch die Familien.

Ab 14:30 Uhr startet unser Familienfest. Die Gäste kamen nach und nach. Der Grill lief auf Hochtouren und der Tisch für Salat und Kuchen füllte sich schnell. Die Kids hatten viel Freude und entdeckten nicht nur die Hüpfburg. Das zweite geplante Highlight war dann der Rettungswagen zum Anfassen. Leider wurde dies ein wenig nach hinten verschoben, da die Kollegen vom Rettungsdienst aller Hand zu tun hatten. Neben den Highlights gab es noch ein Bobby Car Parcours und ein zwei kleine Wasserspiele mit der Kübelspritze. Aber nicht nur der Rettungsdienst sollte los. Plötzlich heulte die Sirene auf und sämtliche Melder am Gürtel piepten. Nun hieß es Einsatz für die Feuerwehr Schilksee. Die Kids konnten nun einmal einen Eindruck bekommen, was passiert wenn Mama oder Papa zum Einsatz fahren. Zum Glück konnten wir den Einsatz schnell abarbeiten und wieder einrücken. Wir wurden freudestrahlend empfangen. Nun fuhr der Rettungswagen mit Blaulicht vor und öffnete seine Türen. In kürzester Zeit war der Rettungswagen voller Kinder.

Der stellvertretende Wehrführer bat die Gäste noch einmal um Gehör. Eigentlich wollte Kai seine kurze Rede schon vorher halten, aber es kam immer was dazwischen. Kai bedankte sich bei Thorsten, Michel und Stephan für die tolle Organisation. Er bedankte sich auch bei allen Helfern. Da alle begeistert waren, stand schnell fest, nächste Jahr gibt es wieder ein Familienfest.

Das Organisationsteam bedankt sich noch einmal an alle Helfer die beim Aufbau und auch Abbau geholfen haben, sowie bei den Kollegen des Rettungsdienst für das Zeigen des Rettungswagens. Und ein ganz herzlichen Dank gilt den Spendern für Kuchen und Salat.

 

Text: Stephan Woelke  Bilder: Manuel Fechtner

Erster Kieler Hilfeleistungstag - Feuerwehrleute aus 13 Feuerwehren übten bei realistischen Einsatzszenarien


Am Samstag, den 09. Juni 2018, hatten 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Feuerwehren und weiterer Organisationen die Möglichkeit, unterschiedlichste Unfallszenarien an einem intensiven Übungstag zu durchlaufen. Auf einem abgesperrten Areal in Kiel-Schilksee waren 11 Unfallstationen aufgebaut, bei denen neue Techniken erlernt werden und der gemeinsame Austausch zwischen Feuerwehr und Rettungsdiensten intensiviert werden konnte. Ein Ausbilder-Team aus verschiedenen Feuerwehren vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die neusten Ansätze in der technischen Unfallrettung bei Verkehrsunfällen im Straßenverkehr. Es wurden verschiedene Unfälle mit stark deformierten Fahrzeugen dargestellt, an denen realistisch geübt werden konnte.


Foto: Für den Rettungsdienst soll ein erster Zugang zum verunfallten Patienten geschaffen werden


Durch eine gelebte Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin am UKSH in Kiel waren bei dem Übungstag auch Notärzte in der Ausbildung dabei, die neben den Rettungssanitätern Erfahrungen bei der technischen Rettung sammeln konnten und wichtige Informationen aus der ärztlichen Sicht einbringen konnten.
Moderne Sicherheitstechnologien, welche die Insassen von Fahrzeugen schützen, stellen die Einsatzkräfte der Rettungsdienste vor neue Herausforderungen. Die Fahrerinnen und Fahrer werden optimal geschützt durch neue Innovationen der Fahrzeughersteller. Die Rettungskräfte sind hier gefordert, das erforderliche Spezialwissen regelmäßig aufzufrischen.


Foto: Der eingeklemmte Beifahrer soll durch die Tür aus dem Auto befreit werden. Dazu wird mit dem Spreizer die Tür entfernt.


Bei Verkehrsunfällen ist oftmals eine schnelle Rettung aus einem deformierten Fahrzeug notwendig – gerade bei Fahrzeugen der jüngeren Generation haben Rettungskräfte hier alle Hände voll zu tun. An diesem Tag war es möglich, verschiedenste Ansätze für die schnelle Befreiung von Personen aus einem Fahrzeug zu testen.
Mit dabei waren Einsatzkräfte aus den 10 Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, von der Bundeswehr Feuerwehr Kiel sowie der Freiwilligen Feuerwehren Strande und Gettorf aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Notärzte, Notfallsanitäter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Notfallmedizin des UKSH Kiel. Von der DEKRA waren Unfallforscher dabei aus dem Projekt „Einfluss moderner Rettungsmethoden auf die Unfallermittlung“. Diese haben die Unfallfahrzeuge auf ihre Verformungen hin vermessen und analysierten, wie sich durch die Tätigkeiten der Feuerwehr die Werte verändern.


Foto: Mit dem Sicherungssystem "STABFAST" kann ein verunfalltes Fahrzeug gut stabilisiert werden.

Manuel Fechtner, Organisator des Übungstages, bedankte sich bei allen Sponsoren für diese Veranstaltung und allen tatkräftigten Helfern. Er organisiert bereits seit mehreren Jahren Fortbildungen dieser Art. Dabei kommt ihm sein Beruf als DEKRA Prüfingenieur zu Gute.
Neben den Stationen zur Unfallrettung von eingeklemmten Personen aus Fahrzeugen wurden Inhalte zu alternativen Fahrzeugantrieben und Sicherheitstechnologien in Fahrzeugen vermittelt.


Foto: Hier wird die Frontscheibe des PKW mit einer Glas-Spezialsäge zerschnitten, um an den Patienten heran zu kommen.

Hans Bernhard Hassenstein, Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Bereitschaft, an diesem intensiven Trainingstag teilzunehmen und wünschte sich eine Fortsetzung. Die Teilnehmer berichteten, dass es sehr selten ist, so viele unterschiedliche technische Übungen an verunfallten Fahrzeugen zu trainieren. Hier konnte man auch mal etwas ausprobieren, was in einem Real-Einsatz nicht möglich ist.

Das Ausbilder-Team hatte den Einsatzkräften viele knifflige Aufgaben gestellt, die aber alle sehr gut gemeistert worden sind. Einklemmte Personen wurden schnell aus den Unfallfahrzeugen befreit. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass diese Art der Ausbildung wiederholt werden muss. Die Planungen für den 2. Kieler Hilfeleistungstag sind schon gestartet.

 
Foto: Gruppenfoto von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Jahreshauptversammlung 2018 der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee

Schilkseer Feuerwehr soll neues Fahrzeug erhalten

40 Einsätze im vergangenen Jahr – Jubiläum der Jugendwehr wird geplant

Zu 40 Einsätzen sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee 2017 gerufen worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Alarmierungen damit nochmals leicht gesunken. Auf ein dennoch arbeitsreiches Jahr blickten die Feuerwehrleute auf der Jahreshauptversammlung zurück.

Wehrführer Joachim Sienknecht erinnerte an die Einsätze, die die 47 Aktiven im vergangenen Jahr besonders gefordert hatten. Am 7. Januar brannte ein Einfamilienhaus in Schilksee aus, nachdem der Tannenbaum in Brand geraten war. Mit mehreren Trupps unter Atemschutz wurde das Feuer gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr bekämpft. Am Himmelfahrtstag waren die Feuerwehrleute zum Schilkseer Strand gerufen worden, weil dort ein Schwimmer verunglückt war. Nach intensiver Suche konnte der Mann schließlich nur noch tot geborgen werden. Insgesamt waren es 22 Brände, 14 Hilfeleistungen und auch vier Fehlalarme, zu denen die Wehr gerufen wurde. Neben Schilksee gehören auch Pries, Friedrichsort und Holtenau zum Bezirk.

Im September wurde eine Übung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gemeinsam mit den Feuerwehren aus Russee und Strande durchgeführt. Mehr als 60 Feuerwehrleute mit 9 Fahrzeugen waren daran beteiligt. Insbesondere der Aufbau einer Wasserversorgung über eine Strecke von fast einem Kilometer stellte die Aktiven vor eine Herausforderung. 

Nachdem die Renovierung des Feuerwehrhauses weitestgehend abgeschlossen ist, steht für 2018 eine Verbesserung der Ausrüstung an. Der 20 Jahre alte VW Bus, der als Transportfahrzeug bei Einsätzen, Übungen und Lehrgängen dient und auch von der Jugendfeuerwehr genutzt wird, soll durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden. 

Als weiterer Programmpunkt steht im Herbst das 40-jährige Jubiläum der Jugendabteilung an, das mit einem „Spiel ohne Grenzen“ gefeiert werden soll. „Mehr als 90 % unserer heute aktiven Feuerwehrleute waren vorher in der Jugendfeuerwehr, das zeigt, welche Bedeutung der Nachwuchs für uns hat“, so Jugendwart Björn Gründemann. Auf der Versammlung wurden Kim Melina Hain und Adriano Rauschke aus Jugendwehr in den Einsatzdienst übernommen.

Stadtwehrführer Hans-Bernhard Hassenstein bezeichnete die Wehr in seinem Grußwort als „leistungsstark“ und lobte die hohe Zahl der Atemschutzgeräteträger. Zur Zeit können 36 Feuerwehrmänner und –frauen unter Atemschutz eingesetzt werden. 

Kassenführer Lars Hasch und Björn Gründemann wurden für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Daniel Mastrangelo wurde zum Gerätewart und Ines Rohde zur stellvertretenden Kassenführerin gewählt. 

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Tim Höllmer und Rune Knuth (10 Jahre) sowie Kai Kröger (20 Jahre) geehrt. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde an Tobias Keizer verliehen. Schon seit 60 Jahren ist Bodo Dorilat bei den ehrenamtlichen Brandschützern.

Zu Feuerwehrleuten wurden Kim Melina Hain, Mario Kubacki und Adriano Rauschke befördert. Die Dienstgrad Oberfeuerwehrfrau erhielt Samantha Klapproth. Dennis Meyer und Michel Sturm sind jetzt Oberfeuerwehrmänner, während Ines Rohde und Felix Nogens die Beförderung zu Hauptfeuerwehrleuten erhielten. Andreas Schwarzer trägt jetzt den Dienstgrad Löschmeister. 

 Adriano Rauschke, Mario Kubacki und Kim Melina Hain

 

Text: Kai Kröger   Bilder: Jan Göbel

 

Am Samstag, den 05. Mai 2018, fand in Berlin der 8. Firefighter Stairrun statt. Bei diesem Feuerwehr-Wettkampf gilt es unter Atemschutz die 39 Stockwerke des Park-Inn-Hotels am Berliner Alexanderplatz zu erklimmen. Die Feuerwehrleute starten dabei zu zweit in voller Schutzausrüstung und mit angeschlossenem Atemschutzgerät. In der rund 25 Kilogramm schweren Ausrüstung müssen 110 Höhenmeter überwunden werden.

Unter den 401 Teams aus 12 Nationen waren auch wieder einige Starter aus Schleswig-Holstein. Das mit insgesamt sechs Startern aus den Freiwilligen Feuerwehren Fockbeck, Henstedt-Ulzburg, Kiel-Schilksee und Norderstedt größte schleswig-holsteinische Team waren die „Vikings Schleswig-Holstein“, für die es nach 2014, 2015 und 2017 zum vierten Mal an den Start ging.

Am schnellsten im Ziel waren Kai König (36) und Jannik Volkmann (27) aus Kiel-Schilksee nach 10:36 Minuten. Sie verpassten damit nur knapp die teaminterne Bestzeit von 10:16 Minuten aus dem Vorjahr. Niels Philip Kögler (25, Norderstedt) und Dennis Schwarz (25, Henstedt-Ulzburg) kamen nach 11:35 Minuten ins Ziel, Jörg Damm (36) und Christian Wöhst (36) aus Fockbek absolvierten die 770 Stufen in 12:03 Minuten.

„Es war echt hart, aber wieder ein tolles Erlebnis, nächstes Jahr wollen wir unbedingt wieder dabei sein“, so Niels Philip Kögler nach dem Zieleinlauf. „Unser Ziel ist die 10-Minuten-Marke zu knacken“, konkretisiert Kai König die Marschrute.

Neben den drei Zweier-Teams der Vikings nahmen am Stairrun in diesem Jahr Teams der Freiwilligen Feuerwehren aus Barmstedt (2 Teams), Hamdorf/ Rohlstorf, Kiel-Elmschenhagen, Lübeck/ Scharbeutz (2 Teams), Pinneberg, Preetz und Wahlstedt teil. Außerdem trat je ein Team der Berufsfeuerwehr Lübeck und Neumünster an.

Die Neumünsteraner
Nils Semmelhaack und Stefan Kanschat vom Team Mittelholstein waren die schnellsten Schleswig-Holsteiner, mit 7:12 Minuten sind sie in der Altersklasse dritter und der Gesamtwertung fünfter geworden. Die Bestzeit lag in diesem Jahr bei 6:34 Minuten.

Bild 1: Das Park-Inn-Hotel am Abend vor dem Start (39 Stockwerke, 110 Meter, 770 Stufen)
Bild 2: Die Starter aus Kiel Schilksee – Jannik Volkmann (27) und Kai König (36)
Bild 3: Die Starter aus Fockbeck mit dem Wettkampfsieger Joachim Posanz (ganz links) – Christian Wöhst (36) und Jörg Damm (36)

 

Fotos und Text: TFA Team Vikings

 

Neue persönliche Rekorde bei der Firefighter Combat Challenge 2017 in Berlin

Auch in diesem Jahr waren wieder Kameraden aus der Feuerwehr Kiel auf dem ehemaligen Flugfeld Tempelhofer Feld bei der „Firefighter Combat Challenge“. Es handelte sich dabei bereits um die elfte Auflage dieses sportlichen Vergleichswettkampfes, der den Teilnehmern alles an Reserven abverlangt. 

Fünf Feuerwehrleute aus Kiel traten als Team „TFA Team Vikings SH“ bei diesem Wettkampf an und einige konnten neue persönliche Rekorde erreichen. Kai König schaffte den Parcous in 2 Minuten und 47 Sekunden, Björn Gründemann kurz dahinter in 2 Minuten und 52 Sekunden. Fynn Bürstenbinder benötigte 3 Minuten und 15 Sekunden. Für die beiden Kameraden Olaf Wilde und Stephan Wolke war es die erste Wettkampfteilnahme. Olaf benötigte 4 Minuten und 9 Sekunden, Stephan 4 Minuten und 33 Sekunden. 

Zur Vorbereitung auf die erste Wettkampfteilnahme wurde der Wettkampfparcours, der so konzipiert ist, dass er den Teilnehmern die Anforderungen bei den fünf häufigsten Tätigkeiten eines Brandeinsatzes in einem Durchgang abverlangt, in Schilksee, Woche für Woche zum Training nachgebildet.

Zunächst muss bei dem Parcours mit einem geschulterten Schlauchpaket das dritte Obergeschoß bestiegen werden, oben angekommen muss ein weiterer, in einer Leine eingebundener Schlauch, hochgezogen werden. Wieder unten angekommen gilt es an der sogenannten „Keiser Force Maschine“ das Einschlagen einer Tür durch das Verschieben eines 72,5 kg schweren Gewichtes mit einem Vorschlaghammer über 1,5 Meter zu bewältigen. Es schließt sich ein rund 40 Meter langer Slalomlauf an. Darauf folgt das Ziehen eines mit Wasser gefüllten Schlauchs über etwa 20 Meter und das Treffen eines Ziels mit einem gezielten Wasserstoß. Den Abschluss bildet dann die Personenrettung, eine 80 kg schwere Personenpuppe muss über 30 Meter in das Ziel transportiert werden.

Wir haben dieses Jahr gesehen, dass durch ein intensives Training noch bessere Zeiten möglich sind – ein Ansporn für das Jahr 2018! Die Teilnehmer aus der Feuerwehr Kiel sind sich einig, sich auch im Jahr 2018 dieser intensiven Herausforderung zu stellen.

Text/Bilder: Kai König