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Neue persönliche Bestzeiten bei der Firefighter Combat Challenge 2018 in Berlin

Auch in diesem Jahr waren wieder Kameraden aus der Feuerwehr Kiel bei der „Firefighter Combat Challenge“ in Berlin. Es handelte sich dabei bereits um die zwölfte Auflage dieses sportlichen Vergleichswettkampfes, der den Teilnehmern alles an Reserven abverlangt.

Foto: Der Turm, den es zu bezwingen gilt, befand sich dieses Jahr auf dem Potsdamer Platz in Berlin


Sechs Feuerwehrleute aus Kiel traten als Team „TFA Team Vikings SH“ bei diesem Wettkampf an und einige konnten neue persönliche Rekorde erreichen. Kai König schaffte den Parcous in 2 Minuten und 37 Sekunden, Felix Nogens benötigte 2 Minuten und 51 Sekunden, Björn Gründemann kurz dahinter in 2 Minuten und 57 Sekunden. Stephan Woelke 3 Minuten und 55 Sekunden. Damit waren alle vier Teilnehmer schneller als im Jahr 2017.
Für die beiden Kameraden Patrick Wieland und Rune Knuth war es die erste Wettkampfteilnahme. Sie mussten sich an der letzten Station der 80 kg schweren Puppe geschlagen geben.


Foto: ein 20kg schweres Schlauchpaket muss an einem Seil den 12 Meter hohen Turm hochgezogen werden

Zunächst muss bei dem Parcours mit einem geschulterten Schlauchpaket das dritte Obergeschoß bestiegen werden, oben angekommen muss ein weiterer, in einer Leine eingebundener Schlauch, hochgezogen werden. Wieder unten angekommen gilt es an der sogenannten „Keiser Force Maschine“ das Einschlagen einer Tür durch das Verschieben eines 72,5 kg schweren Gewichtes mit einem Vorschlaghammer über 1,5 Meter zu bewältigen. Es schließt sich ein rund 40 Meter langer Slalomlauf an. Darauf folgt das Ziehen eines mit Wasser gefüllten Schlauchs über etwa 20 Meter und das Treffen eines Ziels mit einem gezielten Wasserstoß. Den Abschluss bildet dann die Personenrettung, eine 80 kg schwere Personenpuppe muss über 30 Meter in das Ziel transportiert werden.

Die Teilnehmer aus der Feuerwehr Kiel sind sich einig, sich auch im Jahr 2019 dieser intensiven Herausforderung zu stellen. Im Einzelwettkampf, im Tandem oder in der Staffel sind am Freitag und Samstag auf dem Potsdamer Platz in Berlin rund 250 Feuerwehrleute aus ganz Europa, dieses Mal auch aus Kanada, zum Wettkampf angetreten.
Die Feuerwehrleute aus Kiel halten sich für diesen Wettkampf fit und trainieren regelmäßig - so sind sie im Einsatz den großen Belastungen gewappnet.

Details zum Wettkampf: Firefighter Combat Challenge Deutschland

Realitätsnahe Einsatzsituationen für 16 Notärztinnen und Notärzte

Am Samstag, den 25. August 2018, nahmen 16 Ärztinnen und Ärzte an einem sog. NASIM 25 Kurs des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein teil. Es handelt sich hierbei um ein Simulationstraining von 25 Notfalleinsätzen zur Erlangung der Zusatzqualifikation „Notfallmedizin“.


Einer dieser Notfalleinsätze ist der schwere Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen in Fahrzeugen. Dabei wird das gemeinsame Vorgehen von Rettungsdienst und Feuerwehr mit realistischen Einsatzlagen und Verletztendarstellern geübt. Zwei Fahrzeuge mit insgesamt vier verletzten und eingeklemmten Personen mussten durch die angehenden Notärzte gesichtet und kategorisiert sowie priorisiert werden. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, welche Person beispielsweise zuerst aus dem Fahrzeug gerettet wird. Daneben sind der Einsatz der Rettungswagen und der Transport der Patienten in die Krankenhäuser zu koordinieren.

Foto: Übersichtsbild von der inszenierten Unfallsituation mit zwei verunfallten Fahrzeugen


Die technische Rettung wird durch die Feuerwehr übernommen, Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten an der Einsatzstelle Hand in Hand und müssen sich aufeinander abstimmen. Gerade die Kommunikation unter den Einsatzkräften vor Ort am Unfallort und die Koordination der parallelen Tätigkeiten zur Rettung von Personen stellt eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar. In Stresssituationen müssen zügige und richtige Entscheidungen getroffen und transportiert werden.


Die Freiwilligen Feuerwehren in Kiel unterstützen bereits zum vierten Mal den Lehrgang für die Notärzte und bieten eine praxisnahe Ausbildung. Durch den Einsatz von Verletzten-Darstellern und der Tätigkeit der Feuerwehr an den Fahrzeugen wird für die Notärztinnen und Notärzte in der Ausbildung eine realistische Übungslage erzeugt.
Bei Verkehrsunfällen ist oftmals eine schnelle Rettung aus einem deformierten Fahrzeug notwendig – gerade bei Fahrzeugen der jüngeren Generation haben Rettungskräfte hier alle Hände voll zu tun. An diesem Tag war es möglich, verschiedenste Ansätze für die schnelle Befreiung von Personen aus einem Fahrzeug zu simulieren und eine Entscheidung für den besten Weg zu treffen.


Mit dabei waren Einsatzkräfte aus den Freiwilligen Feuerwehren Kiel-Russee und  Kiel-Dietrichsdorf. Drei Ausbilder aus der Feuerwehr Kiel-Schilksee leiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an und gaben Tipps für eine zügige Befreiung von Patienten aus deformierten Fahrzeugen.
Nach der Befreiung der Personen wurden die rettungsdienstlichen und feuerwehrtechnischen Ansätze in Nachbesprechungen analysiert und bewertet.

Am 30.06.2018 fand zum ersten Mal unser Familienfest statt. Mit diesem Fest wollten wir unserer Familie DANKE sagen. Danke dafür, dass Ihr Verständnis für unser Hobby habt. Denn wenn die Sirene heult und der Melder piept, sind wir schnell weg. Manchmal auch zu unpassende Zeiten oder Situationen. Aber auch Lehrgänge, Übungsdienste und Sonderdienste (Atemschutz, Technische Hilfeleistung) nehmen Zeit in Anspruch. Zeit die wir nicht bei der Familie verbringen können. Da nun viele Kameradinnen und Kameraden selbst Familie haben, wollten wir ein Fest für die ganze Familie machen. Die Idee stand und schnell fand sich auch ein Organisationsteam aus 3 Kameraden. Michel Sturm, Thorsten Roggensack und Stephan Woelke übernahmen die Planung.

Das Highlight des Festes war die Hüpfburg für die Kinder. Der Tag startete um 9 Uhr am Feuerwehrhaus in Schilksee. Denn der Aufbau forderte ein paar helfende Hände. So bekamen Thorsten, Michel und Stephan Unterstützung von ein paar Kameradinnen und Kameraden. Um 14 Uhr war alles fertig. Es fehlten nur noch die Familien.

Ab 14:30 Uhr startet unser Familienfest. Die Gäste kamen nach und nach. Der Grill lief auf Hochtouren und der Tisch für Salat und Kuchen füllte sich schnell. Die Kids hatten viel Freude und entdeckten nicht nur die Hüpfburg. Das zweite geplante Highlight war dann der Rettungswagen zum Anfassen. Leider wurde dies ein wenig nach hinten verschoben, da die Kollegen vom Rettungsdienst aller Hand zu tun hatten. Neben den Highlights gab es noch ein Bobby Car Parcours und ein zwei kleine Wasserspiele mit der Kübelspritze. Aber nicht nur der Rettungsdienst sollte los. Plötzlich heulte die Sirene auf und sämtliche Melder am Gürtel piepten. Nun hieß es Einsatz für die Feuerwehr Schilksee. Die Kids konnten nun einmal einen Eindruck bekommen, was passiert wenn Mama oder Papa zum Einsatz fahren. Zum Glück konnten wir den Einsatz schnell abarbeiten und wieder einrücken. Wir wurden freudestrahlend empfangen. Nun fuhr der Rettungswagen mit Blaulicht vor und öffnete seine Türen. In kürzester Zeit war der Rettungswagen voller Kinder.

Der stellvertretende Wehrführer bat die Gäste noch einmal um Gehör. Eigentlich wollte Kai seine kurze Rede schon vorher halten, aber es kam immer was dazwischen. Kai bedankte sich bei Thorsten, Michel und Stephan für die tolle Organisation. Er bedankte sich auch bei allen Helfern. Da alle begeistert waren, stand schnell fest, nächste Jahr gibt es wieder ein Familienfest.

Das Organisationsteam bedankt sich noch einmal an alle Helfer die beim Aufbau und auch Abbau geholfen haben, sowie bei den Kollegen des Rettungsdienst für das Zeigen des Rettungswagens. Und ein ganz herzlichen Dank gilt den Spendern für Kuchen und Salat.

 

Text: Stephan Woelke  Bilder: Manuel Fechtner

Am 17.08.2018 haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz eine Übung in der technischen Hilfeleistung abgearbeitet. In dem Übungsszenario waren 3 Personen und ein Hund in dem Fahrzeug, welches mit einem Baum kollidiert war. Eine Person und der Hund konnten sofort gerettet werden, für die beiden verbleibenden Personen wurde hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt.

Bilder: Manuel Fechtner   Text: Jan Göbel

Erster Kieler Hilfeleistungstag - Feuerwehrleute aus 13 Feuerwehren übten bei realistischen Einsatzszenarien


Am Samstag, den 09. Juni 2018, hatten 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Feuerwehren und weiterer Organisationen die Möglichkeit, unterschiedlichste Unfallszenarien an einem intensiven Übungstag zu durchlaufen. Auf einem abgesperrten Areal in Kiel-Schilksee waren 11 Unfallstationen aufgebaut, bei denen neue Techniken erlernt werden und der gemeinsame Austausch zwischen Feuerwehr und Rettungsdiensten intensiviert werden konnte. Ein Ausbilder-Team aus verschiedenen Feuerwehren vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die neusten Ansätze in der technischen Unfallrettung bei Verkehrsunfällen im Straßenverkehr. Es wurden verschiedene Unfälle mit stark deformierten Fahrzeugen dargestellt, an denen realistisch geübt werden konnte.


Foto: Für den Rettungsdienst soll ein erster Zugang zum verunfallten Patienten geschaffen werden


Durch eine gelebte Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin am UKSH in Kiel waren bei dem Übungstag auch Notärzte in der Ausbildung dabei, die neben den Rettungssanitätern Erfahrungen bei der technischen Rettung sammeln konnten und wichtige Informationen aus der ärztlichen Sicht einbringen konnten.
Moderne Sicherheitstechnologien, welche die Insassen von Fahrzeugen schützen, stellen die Einsatzkräfte der Rettungsdienste vor neue Herausforderungen. Die Fahrerinnen und Fahrer werden optimal geschützt durch neue Innovationen der Fahrzeughersteller. Die Rettungskräfte sind hier gefordert, das erforderliche Spezialwissen regelmäßig aufzufrischen.


Foto: Der eingeklemmte Beifahrer soll durch die Tür aus dem Auto befreit werden. Dazu wird mit dem Spreizer die Tür entfernt.


Bei Verkehrsunfällen ist oftmals eine schnelle Rettung aus einem deformierten Fahrzeug notwendig – gerade bei Fahrzeugen der jüngeren Generation haben Rettungskräfte hier alle Hände voll zu tun. An diesem Tag war es möglich, verschiedenste Ansätze für die schnelle Befreiung von Personen aus einem Fahrzeug zu testen.
Mit dabei waren Einsatzkräfte aus den 10 Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, von der Bundeswehr Feuerwehr Kiel sowie der Freiwilligen Feuerwehren Strande und Gettorf aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Notärzte, Notfallsanitäter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Notfallmedizin des UKSH Kiel. Von der DEKRA waren Unfallforscher dabei aus dem Projekt „Einfluss moderner Rettungsmethoden auf die Unfallermittlung“. Diese haben die Unfallfahrzeuge auf ihre Verformungen hin vermessen und analysierten, wie sich durch die Tätigkeiten der Feuerwehr die Werte verändern.


Foto: Mit dem Sicherungssystem "STABFAST" kann ein verunfalltes Fahrzeug gut stabilisiert werden.

Manuel Fechtner, Organisator des Übungstages, bedankte sich bei allen Sponsoren für diese Veranstaltung und allen tatkräftigten Helfern. Er organisiert bereits seit mehreren Jahren Fortbildungen dieser Art. Dabei kommt ihm sein Beruf als DEKRA Prüfingenieur zu Gute.
Neben den Stationen zur Unfallrettung von eingeklemmten Personen aus Fahrzeugen wurden Inhalte zu alternativen Fahrzeugantrieben und Sicherheitstechnologien in Fahrzeugen vermittelt.


Foto: Hier wird die Frontscheibe des PKW mit einer Glas-Spezialsäge zerschnitten, um an den Patienten heran zu kommen.

Hans Bernhard Hassenstein, Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehren in Kiel, dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Bereitschaft, an diesem intensiven Trainingstag teilzunehmen und wünschte sich eine Fortsetzung. Die Teilnehmer berichteten, dass es sehr selten ist, so viele unterschiedliche technische Übungen an verunfallten Fahrzeugen zu trainieren. Hier konnte man auch mal etwas ausprobieren, was in einem Real-Einsatz nicht möglich ist.

Das Ausbilder-Team hatte den Einsatzkräften viele knifflige Aufgaben gestellt, die aber alle sehr gut gemeistert worden sind. Einklemmte Personen wurden schnell aus den Unfallfahrzeugen befreit. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass diese Art der Ausbildung wiederholt werden muss. Die Planungen für den 2. Kieler Hilfeleistungstag sind schon gestartet.

 
Foto: Gruppenfoto von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.