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Jahreshauptversammlung 2018 der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee

Schilkseer Feuerwehr soll neues Fahrzeug erhalten

40 Einsätze im vergangenen Jahr – Jubiläum der Jugendwehr wird geplant

Zu 40 Einsätzen sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee 2017 gerufen worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Alarmierungen damit nochmals leicht gesunken. Auf ein dennoch arbeitsreiches Jahr blickten die Feuerwehrleute auf der Jahreshauptversammlung zurück.

Wehrführer Joachim Sienknecht erinnerte an die Einsätze, die die 47 Aktiven im vergangenen Jahr besonders gefordert hatten. Am 7. Januar brannte ein Einfamilienhaus in Schilksee aus, nachdem der Tannenbaum in Brand geraten war. Mit mehreren Trupps unter Atemschutz wurde das Feuer gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr bekämpft. Am Himmelfahrtstag waren die Feuerwehrleute zum Schilkseer Strand gerufen worden, weil dort ein Schwimmer verunglückt war. Nach intensiver Suche konnte der Mann schließlich nur noch tot geborgen werden. Insgesamt waren es 22 Brände, 14 Hilfeleistungen und auch vier Fehlalarme, zu denen die Wehr gerufen wurde. Neben Schilksee gehören auch Pries, Friedrichsort und Holtenau zum Bezirk.

Im September wurde eine Übung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gemeinsam mit den Feuerwehren aus Russee und Strande durchgeführt. Mehr als 60 Feuerwehrleute mit 9 Fahrzeugen waren daran beteiligt. Insbesondere der Aufbau einer Wasserversorgung über eine Strecke von fast einem Kilometer stellte die Aktiven vor eine Herausforderung. 

Nachdem die Renovierung des Feuerwehrhauses weitestgehend abgeschlossen ist, steht für 2018 eine Verbesserung der Ausrüstung an. Der 20 Jahre alte VW Bus, der als Transportfahrzeug bei Einsätzen, Übungen und Lehrgängen dient und auch von der Jugendfeuerwehr genutzt wird, soll durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden. 

Als weiterer Programmpunkt steht im Herbst das 40-jährige Jubiläum der Jugendabteilung an, das mit einem „Spiel ohne Grenzen“ gefeiert werden soll. „Mehr als 90 % unserer heute aktiven Feuerwehrleute waren vorher in der Jugendfeuerwehr, das zeigt, welche Bedeutung der Nachwuchs für uns hat“, so Jugendwart Björn Gründemann. Auf der Versammlung wurden Kim Melina Hain und Adriano Rauschke aus Jugendwehr in den Einsatzdienst übernommen.

Stadtwehrführer Hans-Bernhard Hassenstein bezeichnete die Wehr in seinem Grußwort als „leistungsstark“ und lobte die hohe Zahl der Atemschutzgeräteträger. Zur Zeit können 36 Feuerwehrmänner und –frauen unter Atemschutz eingesetzt werden. 

Kassenführer Lars Hasch und Björn Gründemann wurden für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Daniel Mastrangelo wurde zum Gerätewart und Ines Rohde zur stellvertretenden Kassenführerin gewählt. 

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Tim Höllmer und Rune Knuth (10 Jahre) sowie Kai Kröger (20 Jahre) geehrt. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde an Tobias Keizer verliehen. Schon seit 60 Jahren ist Bodo Dorilat bei den ehrenamtlichen Brandschützern.

Zu Feuerwehrleuten wurden Kim Melina Hain, Mario Kubacki und Adriano Rauschke befördert. Die Dienstgrad Oberfeuerwehrfrau erhielt Samantha Klapproth. Dennis Meyer und Michel Sturm sind jetzt Oberfeuerwehrmänner, während Ines Rohde und Felix Nogens die Beförderung zu Hauptfeuerwehrleuten erhielten. Andreas Schwarzer trägt jetzt den Dienstgrad Löschmeister. 

 Adriano Rauschke, Mario Kubacki und Kim Melina Hain

 

Text: Kai Kröger   Bilder: Jan Göbel

 

Neue persönliche Rekorde bei der Firefighter Combat Challenge 2017 in Berlin

Auch in diesem Jahr waren wieder Kameraden aus der Feuerwehr Kiel auf dem ehemaligen Flugfeld Tempelhofer Feld bei der „Firefighter Combat Challenge“. Es handelte sich dabei bereits um die elfte Auflage dieses sportlichen Vergleichswettkampfes, der den Teilnehmern alles an Reserven abverlangt. 

Fünf Feuerwehrleute aus Kiel traten als Team „TFA Team Vikings SH“ bei diesem Wettkampf an und einige konnten neue persönliche Rekorde erreichen. Kai König schaffte den Parcous in 2 Minuten und 47 Sekunden, Björn Gründemann kurz dahinter in 2 Minuten und 52 Sekunden. Fynn Bürstenbinder benötigte 3 Minuten und 15 Sekunden. Für die beiden Kameraden Olaf Wilde und Stephan Wolke war es die erste Wettkampfteilnahme. Olaf benötigte 4 Minuten und 9 Sekunden, Stephan 4 Minuten und 33 Sekunden. 

Zur Vorbereitung auf die erste Wettkampfteilnahme wurde der Wettkampfparcours, der so konzipiert ist, dass er den Teilnehmern die Anforderungen bei den fünf häufigsten Tätigkeiten eines Brandeinsatzes in einem Durchgang abverlangt, in Schilksee, Woche für Woche zum Training nachgebildet.

Zunächst muss bei dem Parcours mit einem geschulterten Schlauchpaket das dritte Obergeschoß bestiegen werden, oben angekommen muss ein weiterer, in einer Leine eingebundener Schlauch, hochgezogen werden. Wieder unten angekommen gilt es an der sogenannten „Keiser Force Maschine“ das Einschlagen einer Tür durch das Verschieben eines 72,5 kg schweren Gewichtes mit einem Vorschlaghammer über 1,5 Meter zu bewältigen. Es schließt sich ein rund 40 Meter langer Slalomlauf an. Darauf folgt das Ziehen eines mit Wasser gefüllten Schlauchs über etwa 20 Meter und das Treffen eines Ziels mit einem gezielten Wasserstoß. Den Abschluss bildet dann die Personenrettung, eine 80 kg schwere Personenpuppe muss über 30 Meter in das Ziel transportiert werden.

Wir haben dieses Jahr gesehen, dass durch ein intensives Training noch bessere Zeiten möglich sind – ein Ansporn für das Jahr 2018! Die Teilnehmer aus der Feuerwehr Kiel sind sich einig, sich auch im Jahr 2018 dieser intensiven Herausforderung zu stellen.

Text/Bilder: Kai König

Zwei Feuerwehrleute – Ein Team – 39 Stockwerke

Eine sportliche Höchstleistung erbrachten am vergangenen Wochenende sechs Feuerwehrleute, die gemeinsam für das Team „Vikings SH“ in Berlin gestartet sind.

Der Berlin Firefighter Stairrun ist ein Treppenlauf, der den Teilnehmern alles an Reserven abverlangt und körperliche Fitness voraussetzt. Es gab für die sechs Feuerwehrleute ein gemeinsames Ziel: so schnell wie möglich die Aussichtsplattform in der 39. Etage des Park Inn Hotels am Berliner Alexanderplatz zu erreichen. Doch bis zur Aussichtsplattform auf Berlins höchstem Hotel war es ein langer Weg: 770 Stufen und über 110 Höhenmeter mussten im Laufschritt in voller Schutzausrüstung und mit angeschlossenem Atemschutzgerät überwunden werden.

Gestartet wurde beim 7. Berlin Firefighter Stairrun, der von der Betriebssportgemeinschaft der Berliner Feuerwehr organisiert wurde. Drei Teams mit jeweils zwei Feuerwehrleuten starteten an diesem Tag für die Vikings SH. Manuel Fechtner und Kai König sowie Fynn Bürstenbinder und Felix Nogens von der Freiwilligen Feuerwehr Kiel-Schilksee starteten im Zweier-Team, ebenso wie Jörg Damm und Christian Wöhst von der Freiwilligen Feuerwehr Fockbek.

Ab 11 Uhr startete alle 30 Sekunden ein Zweier-Team und begab sich auf den langen Weg in die 39. Etage. Start war auf dem Alexanderplatz, von dort musste eine rund 300m lange Strecke bis zum Eingang des Park-Inn bezwungen werden. Danach ging es durch die Lobby und von dort in das Treppenhaus bis zur 39.Etage.

Im Treppenhaus müssen die Brandschützer ständigen Sichtkontakt haben, so steht bei diesem Wettkampf einmal mehr im Fokus was Feuerwehrleute verbindet – Kameradschaft und Teamgeist. Wie im echten Feuerwehreinsatz lässt sich das Ziel nur gemeinsam erreichen, trennen sich die Partner oder reicht die Atemluft nicht bis zum Ziel, so wird ein Team disqualifiziert. Das verlässliche Zusammenspiel der Partner ist bis zum Ende besonders wichtig. Ab der 37. Etage dürfen die Wettkämpfer nicht mehr als eine Armlänge voneinander entfernt sein, außerdem wird die Zeit erst dadurch gestoppt, dass der zweite Läufer den „Buzzer“ im Ziel drückt.

Nach 10:16 Minuten waren Manuel Fechtner und Kai König im Ziel, einer neuen persönlichen Bestzeit und damit auf Platz 149 von 352 in der Gesamtwertung. Jörg Damm und Christian Wöhst schafften es nach 12:09 Minuten ins Ziel und landeten damit auf Platz 235. Knapp dahinter waren Fynn Bürstenbinder und Felix Nogens mit 12:24 Minuten.

 

Trainiert wurde für den Wettkampf in den Hochhäusern im Olympiazentrum, mehrfach wurden die 14 Stockwerke bezwungen um für den Treppenlauf in Berlin gerüstet zu sein. Im Jahr 2018 beim 8. Berlin Firefighter Stairrun werden wieder Teams aus Schilksee dabei sein.

 

 

Text/Bilder: Kai König

Am 14. Mai haben wir bei besten Wetter unsere erste Maikäfersuche auf dem Gelände des städtischen Kindergartens (SchiKiTa) und in dem angrenzenden Kurpark veranstaltet. Neben dem obligatorischen Maikäfersuchen gab es auch noch Wasserspiele, die Möglichkeit sich die Großfahrzeuge anzuschauen und Vorführungen zur technischen Hilfeleistung. Vielen Dank an alle die diese Veranstaltung ermöglicht haben.

 

Text/Bilder: Jan Göbel

 

Jeden Mittwoch um 19 Uhr findet Fit for Fire in der Sporthalle Schilksee statt. Björn Gründemann bereitet die Kameraden/-innen durch vielfältige Übungen auf den Einsatzalltag vor.

Text: Jan Göbel   Bilder: Björn Gründemann