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Ausbildung Technisch Hilfeleistung bei der Feuerwehr Kiel Am 03.09.2016 hat der Stadtfeuerwehrverband in Zusammenarbeit mit der Firma KRASIG (GTÜ) zur Fortbildung 40 Feuerwehrleute in die Edisonstraße 44 nach Kiel eingeladen.

Der Tag startete im Morgengraun um 8:00 auf dem Gelände der MAN Niederlassung im Gewerbegebiet Wellsee. Hier wurden fünf PKW und zwei Lastkraftwagenkabinen einem Crash unterzogen, um somit realistische Unfallzustände abbilden zu können. Die PKWs wurden mit Dummys bestückt und mit einem Kran der Firma Wille – Karsten Schneider in die Höhe gezogen. Aus etwa 15 Metern Höhe wurde die PKWs, auf ein Crash-Körper, fallen gelassen. Mit dieser Fallhöhe erreichten die Fahrzeuge eine Aufprallgeschwindigkeit von ca. 75 km/h. Die dadurch entstandenen Verformungen entsprechen in etwa einem Real-Unfall auf der Landstraße mit 100 km/h.

Ausbildung PKW Unfall

Nachdem die Fahrzeuge realistisch verformt wurden, konnten fünf PKW Stationen für die Weiterbildung eingerichtet werden. Ziel war es vergleichbare Unfallszenarien herzustellen, um somit die Vergleichbarkeit der einzelnen Lösungsansätze am Tagesabschluss zu ermöglichen. Nach den Crash-Versuchen konnten wir folgende Unfälle darstellen: 2 x Überschlag PKW, 1 x Seitenaufprall PKW und 2 x Frontaufprall PKW.

Die einzelnen Stationen wurden durch erfahrene Ausbilder betreut und im Team konnte eine unfallspezifisches Lösungskonzept entwickelt werden. Nach dem die Dummys alle erfolgreich befreit wahren, ging es an die Auswertung und Vorstellung der einzelnen Lösungsvarianten. Hierbei stellte sich schnell heraus das es doch viele Möglichkeiten und Geräte für ein und den selben Problemfall gibt.

 

Ausbildung LKW Unfall

Nach einer kurzen Mittagspause ging es in den zweiten Ausbildungsteil, mit dem Schwerpunkt „LKW-Unfälle“ über. Nachdem zunächst die von einem LKW ausgehenden besonderen Gefahren erörtert worden wahren, ging es an die Praxis. Ausgehend von zwei LKWs, unterschiedlicher Bauart, wurden mögliche Zugangspunkte an einer LKW Kabine besprochen. Anschließend konnten an zwei modernen LKW-Kabinen diverse Rettungsgeräte ausprobiert werden. Neben dem Einsatz der hydraulischen Rettungsgeräte wurden auch elektrische Säbelsägen, sowie ein Trennschleifer und Blechreißer verwendet um die Fahrzeugkabinen zu zerschneiden und Rettungsöffnungen zu schaffen.

Ausbildungskonzept gelungen

Gegen 15:00 Uhr war die rund 7-stündige Sonderausbildung abgeschlossen. Die Teilnehmer aus Kiel, Sprenge und Heikendorf empfanden das Ausbildungskonzept als sehr gelungen. Das diese Sonderausbildung in so großem Umfang durchgeführt werden konnte, liegt an der Unterstützung durch folgende Firmen; KRASIG Partner der GTÜ, Firma Karsten Schneider mit Wille Krane, Spedition GASTON PETERSEN, Firma Martin & Ostaszewski, Autoverwertung Assmann und MAN Niederlassung Kiel. Diesen Firmen möchten wir an dieser Stelle besonderen Dank aussprechen!

Text: Manuel Fechtner   Bilder: Dennis Diehl